Unsere Prinzipien

Wir möchten nicht nur Tiere unterstützen, sondern auch die Menschen, zu denen sie gehören. Deshalb basiert unsere Arbeit auf Vertrauen, Respekt und Solidarität. Wir wissen, dass das Leben manchmal anders verläuft als geplant und finanzielle Schwierigkeiten jeden treffen können. Niemand sollte deshalb sein geliebtes Tier verlieren müssen.

Wir fragen nicht nach dem Warum

Wer bei uns Unterstützung sucht, muss sich nicht rechtfertigen. Wir fragen nicht danach, wie jemand in eine schwierige Lebenssituation geraten ist, und niemand muss vor uns seine persönliche Geschichte offenlegen.

Für uns zählt, dass gerade Hilfe gebraucht wird. Wir möchten da sein, wenn Menschen Unterstützung benötigen – unkompliziert, respektvoll und ohne Vorurteile.

Verantwortung statt Vorwürfe

Auch Menschen mit wenig Geld können und sollen Haustiere halten können. Gleichzeitig bedeutet die Verantwortung für ein Tier, langfristig für seine Versorgung planen zu müssen.

Unsere Unterstützung soll in schwierigen Zeiten helfen, aber keine dauerhafte Finanzierung der Tierhaltung ersetzen. Deshalb unterstützen wir grundsätzlich keine Neuanschaffungen, die bereits in einer finanziellen Notlage erfolgen, ohne dass zuvor Kontakt zu uns aufgenommen wurde. Ein Tier anzuschaffen und es anschließend bei uns registrieren zu lassen, ist für uns kein tragfähiges Konzept.

Gleichzeitig wissen wir, wie viel Tiere für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Menschen bedeuten können. Sie schenken Nähe, Sicherheit und Lebensfreude – gerade in schwierigen Zeiten. Und wir wissen, dass der Verlust eines geliebten Tieres eine große Lücke hinterlassen kann.

Deshalb lehnen wir die Unterstützung bei einer Neuanschaffung nicht grundsätzlich ab. Wer sich vorab an uns wendet, kann mit uns über die eigene Situation sprechen. Wir prüfen jeden Fall individuell und entscheiden verantwortungsvoll, ob und in welcher Form Unterstützung möglich ist.

Jeder Mensch ist bei uns willkommen.

Tierschutz ist immer auch Gesellschaftsarbeit. Er berührt soziale Fragen, wirtschaftliche Ungleichheit und die Verantwortung, die wir füreinander tragen.

Wir wünschen uns eine Gemeinschaft, in der Menschen einander unterstützen, statt sich gegenseitig zu verurteilen. Armut ist kein persönliches Versagen. Und niemand sollte sich dafür schämen müssen, Hilfe anzunehmen.

Unsere Mitglieder bringen unterschiedliche Lebensgeschichten, Erfahrungen und soziale Hintergründe mit. Diese Vielfalt ist Teil unseres Vereins und unserer Arbeit.

Rassismus, Armutsfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit und andere Formen der Diskriminierung haben bei uns keinen Platz. Das gilt für alle Kontakte mit unserem Verein – unabhängig davon, ob jemand Unterstützung sucht, spendet, sich ehrenamtlich engagiert oder mit uns zusammenarbeitet.

Wir möchten, dass sich Menschen bei uns sicher und respektiert fühlen. Denn wir setzen uns nicht nur dafür ein, dass es Tieren besser geht. Wir möchten auch dazu beitragen, dass ihre Menschen in schwierigen Zeiten nicht allein sind.

KrisenFest bedeutet für uns: füreinander da sein, Verantwortung übernehmen und niemanden allein lassen.
 

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